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 Siegener Zeitung vom 17. Februar 2012

 
 
 
Siegener Zeitung vom 19. März 2011
 

Siegen - Ev. Jung-Stilling-Krankenhaus investierte in neue Medizintechnik Aufwendige und unangenehme Untersuchungen gehören der Vergangenheit an. Weniger Schmerz, schnellere Erholung und weniger unschöne Narben - dies ist mit der neuen Gerätegeneration möglich, in die das Ev. Jung-Stilling-Krankenhaus in Siegen rund 110000 Euro investierte. Dr. Peter Weib, Chefarzt der Urologischen Klinik, zeigte der Öffentlichkeit jetzt, wie sich urologische Krankheiten früher erkennen, besser untersuchen und effektiver behandeln lassen.

»Durch die Endoskopische Therapie können wir Organbereiche über natürliche Körperöffnungen wie beispielsweise der Harnröhre erreichen. Je weniger Schnitte wir machen, desto fitter sind die Patienten nach dem Eingriff«, erzählte Dr. Weib. Der neue Trend in der Chirurgie sei es, den Patienten so weit wie möglich »in Takt« zu lassen. Auch die Steinzertrümmerung und Blasenspieglung seien mit den neuen Instrumenten besser möglich. Der »3-D-Effekt« von HDTV liefert hochauflösende Bilder mit einer außergewöhnlichen Schärfe und Detailgenauigkeit. Das sogenannte Narrow Band Imagine (NBI) nutzt unterschiedliche Lichtreflektionen, um erkranktes oder gesundes Gewebe leichter voneinander zu unterscheiden. Dabei werden Blau und Grün zur Bildverstärkung genutzt. Verborgene Gewebestrukturen können so sichtbar gemacht werden und bösartige Veränderungen, zum Beispiel m Darm, können früher diagnostiziert werden. Erstmals werde am Krankenhaus auch die Photodynamische Diagnostik (PDD) eingesetzt, wie Dr. Weib mitteilte. Bei diesem Diagnoseverfahren gelingt es, Tumore ebenfalls besser zu erkennen. »Erkrankte Organbereiche leuchten durch ein Präparat unter dem UV-Licht der PDD magentafarben. Gesundes Gewebe wird hingegen blau dargestellt. So können wir die Umrisse der Tumore besser erkennen und diese präziser entfernen. Die Möglichkeit, dass unvollständig entfernte Tumore erneute Krebserkrankungen hervorrufen, sinkt dadurch deutlich«, so Weib. PDD wurde vom Arbeitskreis Onkologie als »überlegenes Verfahren« zur Erkennung und Behandlung von Blasentumoren anerkannt.

Seit rund zwei Wochen nun operiert Dr. Peter Weib mit der neuen Technik und ist sehr begeistert: »Jede Urologische Klinik sollte dieses Verfahren anwenden, auch wenn es etwas kostspielig ist«, sagte der Chefarzt. Nach anfänglicher Skepsis seitens der Geschäftsleitung des Krankenhauses gelang es Dr. Peter Weib doch noch, diese von den neuen Therapiemöglichkeiten zu überzeugen. Mit den Kassen wurde ebenfalls bereits verhandelt.

 

Bild von der Siegener Zeitung
Der Künstler Egbert Broerken (r.) erklärt sein Modell der Siegener Innenstadt im Maßstab 1:600 anhand dieser noch veränderbaren Wachsausführung. In Auftrag gegeben hat das Werk der Lions Club Siegen-Rubens, hier vertreten durch Präsident Andreas Dreker (l.) und dem Ideengeber für das Siegener Projekt, Dr. Klaus H. A. Jacob. Fotos: aww

26 000-Euro-Projekt: Der Lions Club Siegen-Rubens holt tastbares Stadtmodell nach Siegen

Blindenschrift macht Stadt begreifbar

WR Siegen, 22.02.2009, Irmine Skelnik

 

Siegen.(ISY) Eine Miniaturausgabe der Innenstadt präsentierte am Samstag der Lions Club Siegen-Rubens im Rathaus. Im Maßstab von 1:600 soll das Gebiet zwischen dem Kölner Tor und dem Oberen Schloss in Bronze gegossen werden.

Das Besondere: Durch Blindenschrift und eine spezielle Oberflächenstruktur wird Siegen auch für Sehbehinderte begreifbarer. Der Bildhauer Egbert Broerken aus Wever hat solche Projekte bereits in vielen anderen Städten verwirklicht.

Idee zum Modell  in Stralsund

Unter anderem stehen die Stadtmodelle in Münster und in Stralsund an der Ostsee. „In Stralsund hab ich zum ersten Mal so ein Modell gesehen, und die Idee mit nach Siegen gebracht”, erinnert sich Dr. Klaus Jacob, Mitglied des Lions Club Siegen-Rubens. Das war im Dezember 2007. Bald fanden sich Sponsoren, die das 26 000 Euro teure Projekt finanzierten.

Der Bildhauer Egbert Broerken brauchte etwa neun Monate, um das vorläufige Modell zu bauen. Momentan besteht es aus Plastik mit einer Wachsbeschichtung. „So können wir bis zum Sommer noch Feinheiten ausarbeiten und ausbessern”, erklärt der Künstler. Im Juni soll die Mini-Altstadt in Bronze gegossen und an ihrem Bestimmungsort gebracht werden: In der Kölner Straße, auf Höhe des „Dicken Turmes” wird Siegen dann aus der Vogelperspektive „zum Fühlen, Sehen und Begreifen” sein.

Einen besonderen Wert hat das Projekt für die historischen Blindenführungen durch die Altstadt. „Sehbehinderte haben einen sehr ausgeprägten Tastsinn. Das Modell hilft ihnen sich die Stadt besser vorzustellen”, so die Stadtführerin Hildegard Neumann. Für sie sei alles interessant, was sie berühren können.

„Siegen zum Fühlen, Sehen und Begreifen”

Darauf sind diese besonderen Führungen auch ausgelegt. „Wir machen zum Beispiel eine längeren Halt an den Eingangstüren zur Fürstengruft am Unteren Schloss”, so Neumann. Die Türen seien ebenfalls sehr plastisch ausgearbeitet.

 

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